TaiChi - TaiJi

Die jahrhundertealte Kampfkunst TaiChi, auch als Tai Chi Chuan bekannt, entstammt aus der Zeit des chinesischen Kaiserreichs. Diese Kampfkunst widmet sich vor allem meditativen Bewegungen und ist bekannt für seine gesundheitsfördernde Wirkung. Übersetzt heißt Tai Chi Chuan so viel wie "höchstes Prinzip des Faustkampfes" und meint dabei die "innere" Überlegenheit, die man durch Anwendung von TaiChi gegenüber eines Gegners erhält. Diese gewisse Überlegenheit erreicht man, wenn man TaiChi des öfteren übt. Dabei trainiert man - vor allem bei den Partnerübungen des TaiChi (z. B. bei den PushHands) - seine Sinne darauf, gegnerische Angriffe im Voraus zu erahnen und ihnen dann mit Ruhe und Gelassenheit entgegenzutreten, um damit die Kraft des Gegners für sich zu nutzen.
Im Mittelpunkt der TaiChi-Übungen stehen vor allem die Weichheit des Körpers und die Feinfühligkeit bei jeder Bewegung. Aus diesem Grund ist TaiChi als Entspannungsübung auch bestens geeignet. Die Weichheit des Körpers ermöglicht eine Entspannung der Muskulatur, welche sich auf einem sehr hohen Niveau befindet und sorgt weiterhin dafür, dass sich die Gelenke frei bewegen können.

TaiChi

Wie bereits erwähnt wurde, handelt es sich bei der Herkunft des TaiChi um das alte China zur Kaiserzeit. In der damaligen Zeit gehörte TaiChi zur Spitze der drei "inneren Kampfkünste". Ursprünglich war diese Kampfkunst vor allem zur Selbstverteidigung gedacht. Aber auch ein philosophischer Hintergrund ist beim TaiChi zu finden. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um den so genannten Daoismus, teilweise kann man aber auch vom Buddhismus und Konfuzianismus sprechen.
Zur Zeit des chinesischen Kaiserreiches war die Kampfkunst TaiChi allerdings nicht wie zur heutigen Zeit für jeden Menschen zugänglich. TaiChi stand damals unter strengster Geheimhaltung und nur wenige Familien kannten seine Geheimnisse. Im Regelfall wurden auch nur eingeweihte Familienmitglieder in dieser Kampfkunst unterrichtet, wobei die Töchter eher selten diese Ehre hatten. Das Ziel dieser Geheimhaltung war es, die Kampfkunst überschaubar und unter Kontrolle zu halten.
Wichtig war auch das System der Meister sowie Meisterschüler. Der Meisterschüler hatte dem Meister stets absoluten Gehorsam zu leisten und musste die Tradition in jedem Falle weiterführen. Schüler, die nicht zur Familie gehörten, konnten den Titel des Meisterschülers allerdings nie erhalten.

In der Kampfkunst TaiChi entwickelten sich im Wesentlichen fünf Familienstile (Chen-, Yang-, Wu-, Wu/Hao-, Sun-Stil), wobei allerdings die ersten drei wohl die verbreitetsten sind. Den ersten Hinweis auf das Bestehen dieser Kampfkunst stammt im Übrigen aus dem 18. Jahrhundert, wobei es sich um die Familie Chen aus der Provinz Henan handelte.

Doch TaiChi ist nicht nur als Kampfkunst von Nutzen, sondern es zeigt auch erstaunliche positive Einflüsse auf die menschliche Gesundheit.
Erst einmal ist TaiChi wunderbar geeignet, um Muskeln, Gelenke sowie Sehnen schonend zu trainieren und dabei auch noch die Körperhaltung zu verbessern. Das allein kann schon Haltungsschäden wie Rückenproblemen oder Ähnlichem vorbeugen. Aber auch Gelenkschmerzen können mithilfe von TaiChi gelindert werden.
Auch wird beim TaiChi eine tiefe Atmung antrainiert, wodurch sich das Lungenvolumen ausweitet und das Zwerchfell elastischer wird. Dadurch werden sich auch Ihre Blutgefäße entspannen und Ihr Blutdruck wird sinken. Dies ist ein Grund dafür, warum sich Bluthochdruckpatienten auf jeden Fall einmal mit TaiChi beschäftigen sollten. Aber auch für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen ist TaiChi genau das Richtige.
Des Weiteren stimuliert TaiChi Ihr zentrales Nervensystem und das kann zu einer verbesserten Verdauung und einem ausgeglicheneren Gemütszustand führen. Wenn Sie bisher also an starken Kopfschmerzen oder Schlafstörungen litten, könnte TaiChi die Lösung für Sie sein.